Ludwigsluster-Grabower Heide und das Weiße Moor

Ludwigsluster-Grabower Heide und das Weiße Moor - Unterwegs mit einem Naturführer durch Moor, Wald und Heide


Am Samstag, den 15. August 2026, zog es mich wieder hinaus in die Natur. Diesmal führte mich meine Wanderung über die Hamburger Stadtgrenze hinaus nach Mecklenburg-Vorpommern. Mein Ziel waren das Weiße Moor und die beeindruckende Ludwigsluster-Grabower Heide.


Auf diesen Tag hatte ich mich schon besonders gefreut, denn diesmal wollte ich die Landschaft nicht einfach nur durchwandern. Gemeinsam mit einem erfahrenen Naturführer vom NABU Ludwigslust wollte ich mehr über die Region, ihre Geschichte, ihre Tier- und Pflanzenwelt und vor allem über die Entstehung und notwendige Pflege der Heidelandschaft erfahren.


Mit dem ICE von Hamburg nach Ludwigslust


Am Morgen startete mein kleiner Ausflug am Hamburger Hauptbahnhof. Von dort ging es bequem mit dem ICE nach Ludwigslust. Die Zugfahrt war angenehm kurz und nach der Ankunft begann direkt am Bahnhof der erste Teil meiner Wanderung.


Bis zum vereinbarten Treffpunkt mit meinem Naturführer lagen zunächst rund 5,6 Kilometer vor mir. Eine schöne Gelegenheit, mich schon einmal einzulaufen und langsam vom Bahnsteig in den Wandermodus zu wechseln. Schritt für Schritt ließ ich Ludwigslust hinter mir und näherte mich der weitläufigen Natur rund um die Stadt.


Begrüßung am Treffpunkt – und zuerst zum Seeler-Stein


Am vereinbarten Treffpunkt angekommen, wurde ich von meinem Naturführer vom NABU Ludwigslust freundlich begrüßt. Nach einer kurzen Begrüßung und den ersten Informationen über unsere heutige Tour machten wir uns gemeinsam auf den Weg.


Unser erstes Ziel war der Seeler-Stein. Was auf den ersten Blick wie ein eher unscheinbarer Gedenkstein mitten in der Landschaft wirkt, erinnert an ein tragisches Ereignis, das sich hier vor mehr als 150 Jahren ereignete.


Im Mai 1871 war der frühere Rittergutsbesitzer W. Seeler aus Ludwigslust in der Grabower Heide unterwegs. Am 5. Mai 1871 unternahm er einen Ausritt auf dem Schimmel seines Sohnes. Während dieses Ausritts wurde er von einem Wilderer aus Neu-Karstädt hinterrücks erschossen.


Zur Erinnerung an dieses Ereignis wurde später genau an der Stelle, an der W. Seeler ums Leben gekommen war, ein Obelisk auf einem Granitsockel errichtet. Interessant ist dabei auch, wie anders die Landschaft zu dieser Zeit ausgesehen haben muss: Wo sich heute die offene Landschaft der Grabower Heide erstreckt, befand sich damals noch ein hoher Kiefernwald.

Auf dem Granitsockel befand sich die Inschrift:


„Hier fiel durch Mörder Schuß
W. SEELER
d. 5. Mai 1871“


Doch auch der Gedenkstein selbst erlebte eine wechselvolle Geschichte. Im Zuge der nach 1945 angeordneten Waldrodungen wurde das Denkmal abgeräumt und der Granitsockel verscharrt. Der dazugehörige Obelisk verschwand und blieb verschollen.


Erst rund 15 Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung machte sich eine Gruppe geschichtsinteressierter Männer auf die Suche nach den Überresten des Denkmals. Tatsächlich gelang es ihnen, den stark beschädigten Granitsockel wiederzuentdecken. Er wurde geborgen und erneut an seinem Platz aufgestellt.

Da der ursprüngliche Obelisk nicht mehr gefunden werden konnte, entschied man sich für eine andere Lösung: Der erhaltene Sockel wurde mit einem Kreuz bekrönt und erinnert heute wieder an W. Seeler und die Ereignisse des Jahres 1871.


Für mich war der Seeler-Stein damit gleich zu Beginn unserer gemeinsamen Tour eine besonders interessante Station. Ohne die Erklärungen meines Naturführers wäre ich an diesem Ort möglicherweise vorbeigegangen, ohne seine Geschichte zu kennen.


Gerade solche Plätze machen eine Wanderung für mich besonders spannend. Sie zeigen, dass eine Landschaft nicht nur aus Natur besteht, sondern häufig auch Geschichte und Geschichten in sich trägt.


Nach diesem kleinen Ausflug in die Vergangenheit setzten wir unsere Wanderung fort. Nun sollte sich die Landschaft deutlich verändern, denn als Nächstes führte unser Weg in das Weiße Moor.


Das Weiße Moor – eine ganz besondere Landschaft


Mit dem Weißen Moor erreichten wir einen der landschaftlich besonders interessanten Bereiche unserer Wanderung. Schon beim Betreten des Gebietes änderte sich die Atmosphäre. Die Moorlandschaft wirkte ruhig und ursprünglich und bildete einen schönen Gegensatz zu den Landschaften, die ich auf meinem bisherigen Weg gesehen hatte.


Moore sind faszinierende und zugleich äußerst empfindliche Lebensräume. Sie bieten zahlreichen spezialisierten Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum und spielen darüber hinaus eine wichtige Rolle für den Natur- und Klimaschutz.


Mit meinem Naturführer blieb natürlich genügend Zeit, nicht einfach nur hindurchzulaufen. Immer wieder hielten wir an und schauten uns einzelne Bereiche genauer an. Gerade dabei zeigte sich für mich wieder der große Vorteil einer geführten Naturwanderung: Man sieht plötzlich Dinge, die man allein vermutlich übersehen hätte.


Das Weiße Moor war für mich deshalb nicht einfach nur eine weitere Station der Wanderung, sondern ein Gebiet, das ich ganz bewusst wahrnehmen und kennenlernen konnte.


Vom Weißen Moor in die Ludwigsluster-Grabower Heide


Nach dem Besuch des Weißen Moores führte unsere Wanderung schließlich weiter in die Ludwigsluster-Grabower Heide. Damit änderte sich das Landschaftsbild erneut deutlich.


Nach der besonderen Atmosphäre des Moores öffnete sich die Landschaft zunehmend. Weite Heideflächen, Grasbereiche, lichte Wälder und einzelne Gehölze bestimmten nun das Bild. Gerade dieser Wechsel zwischen Moor, Wald und offener Heidelandschaft machte die Tour für mich besonders abwechslungsreich.


Immer wieder öffnete sich der Blick weit über die Landschaft. Gleichzeitig gab es Abschnitte, in denen Bäume und Sträucher für einen vollkommen anderen Charakter sorgten.


Doch diesmal ging es mir nicht nur darum, die Landschaft zu genießen. Mein Naturführer machte mich unterwegs immer wieder auf Dinge aufmerksam, an denen ich bei einer Wanderung allein vermutlich vorbeigegangen wäre. Genau das machte diese Wanderung für mich so interessant.


Warum die Heide unsere Hilfe braucht


Besonders spannend fand ich die Informationen über die Entstehung und den Erhalt der Heidelandschaft. Auf den ersten Blick könnte man meinen, eine Heidefläche müsse man einfach nur der Natur überlassen. Doch tatsächlich ist das Gegenteil der Fall.


Damit die offenen Heideflächen langfristig erhalten bleiben, benötigen sie regelmäßige Pflege. Ohne entsprechende Maßnahmen würden nach und nach Sträucher, Büsche und junge Bäume aufkommen. Die Landschaft würde zunehmend verbuschen und sich langfristig wieder in Richtung Wald entwickeln.

Das zeigt sehr schön, dass eine Heidelandschaft keineswegs unveränderlich ist. Sie befindet sich ständig in Entwicklung. Soll ihr offener Charakter erhalten bleiben, sind regelmäßige Pflegemaßnahmen notwendig.


Während der Wanderung bekam ich dadurch einen ganz neuen Blick auf die Landschaft. Plötzlich waren Sträucher, junge Bäume und offene Flächen nicht mehr einfach nur Bestandteile der Natur, sondern Teil eines größeren ökologischen Zusammenhangs.


Kleine Entdeckungen am Wegesrand


Auch über die Tier- und Pflanzenwelt der Region konnte ich während der Wanderung einiges erfahren. Eine Heidelandschaft bietet vielen spezialisierten Arten einen wichtigen Lebensraum. Gleichzeitig unterscheiden sich die Bedingungen in den offenen Heideflächen deutlich von denen im Weißen Moor oder in den angrenzenden Wäldern.


Mit fachkundiger Begleitung entdeckt man plötzlich Kleinigkeiten, die man sonst leicht übersieht. Eine bestimmte Pflanze, eine besondere Struktur im Gelände oder Spuren von Tieren bekommen auf einmal eine ganz andere Bedeutung.


Genau das gefällt mir an geführten Naturwanderungen: Man läuft nicht einfach nur von einem Punkt zum nächsten, sondern bleibt häufiger stehen, schaut genauer hin und beschäftigt sich intensiver mit seiner Umgebung. Manchmal sind es gerade die unscheinbaren Dinge am Wegesrand, hinter denen sich die interessantesten Geschichten verbergen.


Wandern und dabei etwas Neues lernen


Für mich war dieser Tag deshalb weit mehr als eine gewöhnliche Wanderung. Es war eine kleine naturkundliche und geschichtliche Entdeckungstour, bei der Bewegung, Landschaftserlebnis und neues Wissen wunderbar miteinander verbunden waren.


Vom ersten gemeinsamen Ziel am Seeler-Stein mit seiner bewegenden Geschichte über die besondere Moorlandschaft des Weißen Moores bis hinein in die weiten Flächen der Ludwigsluster-Grabower Heide zeigte sich die Landschaft immer wieder von einer anderen Seite.


Ich habe an diesem Tag viel darüber erfahren, warum die Heidelandschaft so aussieht, wie wir sie heute erleben, weshalb sie gepflegt werden muss und welche Folgen es hätte, wenn man sie vollständig sich selbst überlassen würde. Gleichzeitig wurde mir erneut bewusst, wie eng Heide, Wald, Moor sowie die dort vorkommenden Tiere und Pflanzen miteinander verbunden sind.


Besonders interessant fand ich, dass bei dieser Wanderung nicht nur die Natur im Mittelpunkt stand. Mit dem Seeler-Stein begegnete mir gleich zu Beginn auch ein Stück regionaler Geschichte. Genau diese Mischung machte die Tour für mich besonders spannend.


Mein Fazit


Die Wanderung durch das Weiße Moor und die Ludwigsluster-Grabower Heide war für mich ein besonderes Naturerlebnis. Die Kombination aus Wandern und fachkundiger Begleitung hat diesen Tag zu etwas ganz Besonderem gemacht.


Besonders schön fand ich die Abwechslung während der Tour: Nach der Begrüßung am Treffpunkt führte unser erster Weg zum geschichtsträchtigen Seeler-Stein. Anschließend erkundeten wir das Weiße Moor, bevor es schließlich weiter in die weitläufige Ludwigsluster-Grabower Heide ging. So konnte ich innerhalb einer einzigen Wanderung nicht nur ganz unterschiedliche Landschaftsräume kennenlernen, sondern gleichzeitig viel über die Geschichte dieser Region erfahren.


Neben vielen schönen Eindrücken und zahlreichen Fotos nahm ich vor allem eines mit nach Hause: neues Wissen über eine faszinierende Landschaft und ihre Geschichte.


Solche Wanderungen gefallen mir besonders gut. Denn Wandern bedeutet für mich nicht nur, möglichst viele Kilometer zurückzulegen. Es bedeutet auch, Landschaften kennenzulernen, Veränderungen wahrzunehmen, Geschichten zu erfahren, Neues zu entdecken und manchmal einfach stehen zu bleiben und genauer hinzuschauen.


Das Weiße Moor und die Ludwigsluster-Grabower Heide haben mir wieder einmal gezeigt, wie abwechslungsreich unsere Natur sein kann und wie wichtig es ist, besondere Lebensräume zu schützen und zu erhalten. Und der Seeler-Stein hat eindrucksvoll gezeigt, dass sich mitten in der Natur manchmal auch ein Stück Geschichte verbirgt, an dem man ohne das entsprechende Hintergrundwissen vielleicht einfach vorbeigelaufen wäre.


Für mich war es deshalb eine Wanderung, bei der ich nicht nur viele Kilometer, sondern vor allem viele neue Eindrücke und interessantes Wissen mit nach Hause genommen habe.


Danke


Ein herzliches Dankeschön an das Team des NABU Ludwigslust für die heutige tolle und sehr informative Führung durch die Ludwigsluster-Grabower Heide und das Weiße Moor!


Ich habe viele spannende Informationen über die besondere Landschaft, ihre Tier- und Pflanzenwelt sowie den Schutz und die Pflege der Heide erhalten. Man merkt, mit wie viel Fachwissen und Engagement sich das Team für den Erhalt dieser wertvollen Naturlandschaft einsetzt.

Vielen Dank für die schöne Tour und die vielen interessanten Einblicke – es hat mir sehr viel Freude gemacht!

https://nabu-ludwigslust.de/


Komoot


Die komplette Wanderung ist auch auf Komoot verfügbar und eignet sich dort hervorragend zur Navigation. Mit der Komoot-App oder einem GPS-Gerät lässt sich die Route bequem unterwegs verfolgen. Zusätzlich bietet Komoot hilfreiche Informationen wie das Höhenprofil, Entfernungsangaben und interessante Punkte entlang der Strecke. So kann die Wanderung bereits vorab gut geplant und anschließend problemlos nachgewandert werden.

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Stormarnweg – Etappe 1: Von Reinbek nach Großensee Am Sonntag, den 19. April 2026, fiel für mich der Startschuss zu einem neuen Wanderprojekt: dem Stormarnweg. In den kommenden Wochen und Monaten möchte ich die gesamte Strecke von Reinbek bis Lübeck erwandern und die abwechslungsreiche Landschaft Stormarns Schritt für Schritt entdecken. Die erste Etappe begann am Bahnhof in Reinbek. Bereits nach wenigen Minuten führte mich der Weg vorbei am imposanten Reinbeker Schloss, dessen historische Kulisse einen gelungenen Auftakt für die bevorstehende Wanderung bildete. Schon kurz darauf tauchte ich in das idyllische Billetal ein – eine der landschaftlich reizvollsten Regionen entlang dieser Etappe. Der Weg durch das Billetal begeisterte von Beginn an mit seiner natürlichen Schönheit. Zahlreiche Bänke und Rastplätze luden dazu ein, die Ruhe der Umgebung auf sich wirken zu lassen und für einen Moment innezuhalten. Entlang des Weges informieren mehrere Schautafeln über die heimische Tier- und Pflanzenwelt und vermitteln interessante Einblicke in die Besonderheiten dieses wertvollen Naturraums. Besonders angenehm war, dass die Strecke größtenteils abseits von Straßen verläuft. So konnte ich die Wanderung in wohltuender Ruhe genießen. Oft führte der Stormarnweg über weiche Wald- und Naturpfade, die das Gehen besonders angenehm machten. Begleitet vom fröhlichen Zwitschern der Vögel, dem sanften Rauschen des Windes in den Bäumen und dem frischen Grün des jungen Frühlingslaubs entstand eine entspannte und erholsame Atmosphäre. Die abwechslungsreiche Landschaft aus Waldstücken, offenen Wiesen und naturnahen Wegen machte diese erste Etappe zu einem gelungenen Auftakt meines Wanderabenteuers auf dem Stormarnweg. Nach einigen abwechslungsreichen Kilometern erreichte ich schließlich mein Tagesziel in Großensee. Dort durfte natürlich die wohlverdiente Belohnung nicht fehlen: Bei einem leckeren Stück Kuchen ließ ich die Eindrücke des Tages noch einmal Revue passieren und konnte die erste Etappe entspannt ausklingen lassen. Mein Fazit: Die erste Etappe des Stormarnwegs überzeugt mit viel Natur, ruhigen Wegen und einer angenehmen Wegführung. Ein gelungener Einstieg, der die Vorfreude auf die kommenden Etappen noch einmal deutlich gesteigert hat. Praktische Informationen zur Wanderung Anfahrt: Die Wanderung beginnt am Bahnhof in Reinbek und endet in Großensee an der Bushaltestelle Hamburger Straße. Von dort besteht stündlich eine Busverbindung zum Bahnhof Rahlstedt, sodass auch die Rückfahrt unkompliziert möglich ist. Toiletten: Entlang der Strecke gibt es keine öffentlichen Toiletten. Sitzmöglichkeiten: Bis Witzhave laden zahlreiche Bänke und auch natürliche Sitzgelegenheiten wie Baumstämme immer wieder zu kleinen Pausen ein. Hinter Witzhave werden die Rastmöglichkeiten allerdings deutlich seltener. Einkehrmöglichkeiten: In Aumühle gibt es rund um den Mühlenteich mehrere Restaurants, die sich für eine erste Einkehr anbieten. Danach findet sich erst wieder in Großensee eine Gelegenheit zur Stärkung. Direkt an der Bushaltestelle befindet sich unter anderem die Bäckerei Braaker Mühle. Länge: Die Etappe umfasst insgesamt 21,3 Kilometer. Markierung: Der Weg ist durchgehend sehr gut ausgeschildert und gepflegt, sodass die Orientierung leichtfällt. Komoot: Die Tour ist auch auf Komoot verfügbar und eignet sich hervorragend zur Navigation unterwegs.
von Heiko Lüdke 10. April 2026
Nordpfad Kirchsteg – Moore – Bäche Am Freitag, den 10. April, startete meine Tour am Hamburger Hauptbahnhof. Mit dem Metronom ging es direkt bis zum Bahnhof Scheeßel, dem Ausgangspunkt für den Nordpfad „Kirchsteg – Moore – Bäche“. Schon nach den ersten Kilometern war ich begeistert: Die Strecke bietet eine beeindruckende Vielfalt aus abwechslungsreicher Landschaft, stillen Moorgebieten und idyllischen kleinen Bächen. Ein besonderes Highlight ist der jahrhundertealte Kirchstieg, der früher als Verbindungsweg zur Kirche diente und heute ein faszinierendes Stück Natur mit Geschichte darstellt. Die Vielfalt entlang des Weges war stellenweise sogar atemberaubend. Auch wenn sich einige Abschnitte gefühlt endlos hinzogen, lag genau darin ein besonderer Reiz – die Ruhe und Weite der Natur konnten so intensiv erlebt werden. Nach insgesamt 22 Kilometern erreichte ich schließlich wieder den Bahnhof Scheeßel – etwas erschöpft, aber vor allem zufrieden und mit vielen schönen Eindrücken im Gepäck. Weitere Informationen zu den Nordpfaden findet ihr auf der offiziellen Homepage . Fazit: Eine sehr schöne und vielseitige Wanderung, die Natur, Wissen und Erholung auf gelungene Weise miteinander verbindet. Absolut empfehlenswert! Praktische Informationen zur Wanderung Anfahrt: Die Wanderung startet und endet direkt am Bahnhof Scheeßel und ist bequem mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Toiletten: Entlang der Strecke befinden sich keine Toiletten. Sitzmöglichkeiten: Es gibt zahlreiche Bänke und Sitzgelegenheiten entlang der Strecke, die immer wieder zu Pausen einladen. Einkehrmöglichkeiten: Im Sommer besteht bei Kilometer 20,2 die Möglichkeit für eine Pause beim Bassens Bauernladen – dort gibt es Eis und kalte Getränke. Länge: 22,1 km Markierung: Die Strecke ist durchgehend sehr gut markiert und gepflegt. Zusätzlich sorgen Infotafeln entlang des Weges für Orientierung und interessante Hintergrundinformationen. Komoot: Die Tour ist auch auf Komoot verfügbar und eignet sich hervorragend zur Navigation.
von Heiko Lüdke 9. April 2026
Rund um den Owschlager See und durch das Moor Meine Wanderung am Donnerstag, den 9. April 2026, startete direkt am Bahnhof Owschlag. Von dort aus machte ich mich auf eine abwechslungsreiche Tour rund um den Owschlager See und durch das angrenzende Moorgebiet. Schon kurz hinter dem Bahnhof war ich mitten im Grünen. Auf gut ausgebauten Wanderwegen führte mich der Weg vorbei an idyllischen Wiesen, weiten Feldern und immer wieder schönen Ausblicken auf die ruhige, vielfältige Landschaft rund um den See. Ein besonderes Highlight meiner Tour war das Owschlager Moor. Dabei handelt es sich um ein Hochmoor, das von zahlreichen ehemaligen Torfstichen geprägt ist. Hochmoore – auch Regenmoore genannt – sind auf viel Licht und Wasser angewiesen und reagieren besonders empfindlich auf Eingriffe wie die landwirtschaftliche Entwässerung. Um diesen wertvollen Lebensraum zu schützen, hat die Gemeinde Owschlag verschiedene Maßnahmen ergriffen, damit die Flächen wieder mehr Feuchtigkeit speichern können. So können sich typische Moorpflanzen, insbesondere Moose, sowie wasserliebende Lebensräume wieder besser ausbreiten. Entlang des Weges fand ich immer wieder informative Tafeln, die spannende Einblicke in dieses besondere Ökosystem gaben und die heimische Flora und Fauna anschaulich erklärten. Im weiteren Verlauf führte mich die Wanderung zu den Sorgwohlder Binnendünen mit ihrer charakteristischen Heidelandschaft. Dieser Abschnitt hatte einen ganz eigenen landschaftlichen Reiz und machte die Tour für mich besonders abwechslungsreich und entspannend. Fazit: Ich habe eine sehr schöne und vielseitige Wanderung erlebt, die Natur, Wissen und Erholung auf gelungene Weise miteinander verbindet. Praktische Informationen zur Wanderung Anfahrt: Die Wanderung startet und endet bequem am Bahnhof Owschlag, der gut erreichbar ist. Toiletten: Toiletten befinden sich ausschließlich am Owschlager See. Sitzmöglichkeiten: Entlang der gesamten Strecke stehen zahlreiche Bänke und Sitzgelegenheiten zur Verfügung, die immer wieder zu einer kurzen Pause einladen. Einkehrmöglichkeiten: Direkt am Bahnhof befindet sich die Bäckerei Wollborn. Sie hat aktuell sieben Tage die Woche geöffnet – am Wochenende empfiehlt es sich, die genauen Öffnungszeiten zu beachten. Hier gibt es leckeren Kaffee und besonders empfehlenswerte, hausgemachte Torten. Kilometer: 15 km Markierung: Die Strecke ist durchgehend gut markiert und sehr gepflegt, sodass die Orientierung jederzeit problemlos möglich ist. Zusätzlich befinden sich entlang des Weges immer wieder Infotafeln, die einen guten Überblick darüber geben, wo man sich gerade befindet. Komoot: Die Tour ist auch auf Komoot verfügbar und kann dort bequem zur Navigation genutzt werden.