Stormarnweg – Etappe 4: Von Bargteheide nach Bad Oldesloe

Fast 30 Kilometer durch das grüne Herz Stormarns


Am heutigen Mittwoch, den 26. August 2026, hieß es für mich wieder: Wanderschuhe an und weiter auf dem Stormarnweg. Nach der eher unspektakulären dritten Etappe von Ahrensburg nach Bargteheide stand diesmal die vierte Etappe von Bargteheide nach Bad Oldesloe auf dem Programm. Und die hatte es schon allein von der Länge her in sich: eine ausgewachsene Tageswanderung mit vielen Kilometern durch Stormarn.


Gestartet wurde direkt am Bahnhof Bargteheide. Die ersten Kilometer dienten zunächst dazu, die Stadt langsam hinter sich zu lassen. Nach und nach wurde es grüner und ruhiger und schon bald bestimmten Felder, Wiesen, kleine Waldstücke und ruhige Wege das Bild.


Nach den vielen Straßen- und Stadtabschnitten der vorherigen Etappe war das eine willkommene Abwechslung. Endlich stellte sich wieder dieses Gefühl ein, wegen dem ich so gerne unterwegs bin: einfach laufen, die Landschaft beobachten und Kilometer für Kilometer hinter sich lassen.


Ein erstes besonderes Ziel der Wanderung war Jersbek. Die historische Gutsanlage mit ihrem markanten Torhaus und dem ehemaligen Barockgarten gehört zu den sehenswerten Punkten dieser Etappe.


Gerade solche Orte gefallen mir am Stormarnweg besonders gut. Man wandert nicht nur durch die Landschaft, sondern stößt unterwegs immer wieder auf kleine geschichtliche Zeugnisse, an denen man im Alltag vermutlich einfach vorbeifahren würde.


Von Jersbek ging es anschließend weiter durch den Jersbeker Forst und über Neuenteich. Auf diesem Abschnitt zeigte sich der Stormarnweg wieder von seiner ruhigen Seite. Waldwege wechselten sich mit offenen Landschaften ab, dazwischen immer wieder kleine Ortschaften und landwirtschaftlich geprägte Bereiche.


Achtung: Wegsperrung kurz vor Grabau


Bei Kilometer 14,2, kurz vor Grabau, gab es dann allerdings eine kleine Überraschung: Der eigentliche Wanderweg ist derzeit gesperrt, da eine Brücke fehlt. An dieser Stelle kommt man auf der vorgesehenen Route momentan nicht weiter.


Zum Glück ist das aber kein großes Problem. Man kann ein Stück um die dortigen Teiche herumgehen und anschließend wieder auf die eigentliche Strecke zurückkehren. Der dadurch entstehende Umweg ist nicht besonders groß und lässt sich problemlos in die Wanderung einbauen.


Allerdings sollte man dort nicht nur auf den richtigen Weg achten, sondern auch ganz genau darauf, wo man seine Wanderschuhe hinsetzt. 🐸 Rund um die Teiche waren nämlich etliche Frösche unterwegs, die immer wieder durch das Gras sprangen. Also lieber ein bisschen langsamer gehen und aufmerksam schauen – schließlich sollen die kleinen Bewohner der Teichlandschaft die Wanderung genauso unbeschadet überstehen wie wir Wanderer selbst.


Danach ging es weiter in Richtung Grabau. Spätestens hier merkt man, warum diese Etappe zu den längeren Abschnitten des Stormarnwegs gehört. Die Kilometer summieren sich – und irgendwann melden sich natürlich auch die Beine.


Was uns auf dieser langen Etappe allerdings auffiel: Sitz- und Rastmöglichkeiten für Wanderer sind entlang der Strecke echte Mangelware. Gerade bei einer solch langen Wanderung wäre die eine oder andere zusätzliche Bank durchaus willkommen gewesen.


Bei Kilometer 15,8 nutzten wir deshalb die vorhandenen Sitzmöglichkeiten an der Alten Bahnstraße für eine wohlverdiente Pause. Nach mehr als der Hälfte der Strecke kam diese Gelegenheit genau richtig, um kurz die Beine auszuruhen, etwas zu trinken und neue Kraft für die noch vor uns liegenden Kilometer zu sammeln.


Gerade bei längeren Wanderungen merkt man, wie wertvoll eine einfache Bank am Wegesrand sein kann. Wer diese Etappe ebenfalls wandern möchte, sollte deshalb seine Pausen ein wenig vorausplanen und nicht unbedingt darauf vertrauen, alle paar Kilometer eine geeignete Sitzmöglichkeit zu finden.


Mit Grabau wartete der nächste interessante Abschnitt. Auch hier verbinden sich Natur, Landschaft und Geschichte miteinander. Danach führte uns der Weg wieder hinaus in die offene Landschaft.


Über Söhren und Vinzier ging es weiter Richtung Tralau. Es waren vor allem die vielen ruhigen Abschnitte zwischen Feldern, Wiesen und kleineren Waldgebieten, die diese Etappe für mich ausmachten.


Keine spektakulären Berge und keine dramatischen Aussichten – dafür eine typisch norddeutsche Kulturlandschaft, in der man wunderbar Kilometer machen kann. Gerade auf einer so langen Wanderung muss schließlich nicht hinter jeder Kurve eine Sehenswürdigkeit warten. Manchmal reicht es völlig, einen schönen Weg vor sich zu haben, die Ruhe zu genießen und einfach unterwegs zu sein.


Kleine Abkürzung am Kloster Nütschau


Bei Kilometer 24,6 entschied ich mich schließlich für eine kleine Änderung gegenüber dem offiziellen Verlauf des Stormarnwegs. Statt die vorgesehene Strecke um das Kloster Nütschau herum zu gehen, kürzte ich die Wanderung an dieser Stelle etwas ab.


Nach inzwischen fast 25 Kilometern in den Beinen war das eine durchaus willkommene Entscheidung. Durch die Abkürzung sparte ich mir etwa einen Kilometer. Das Kloster Nütschau ließ ich damit auf dieser Wanderung aus und setzte meinen Weg direkt in Richtung Bad Oldesloe fort.


Wer die Etappe selbst wandert und genügend Zeit und Kilometerlust mitbringt, kann natürlich dem regulären Verlauf des Stormarnwegs rund um das Kloster folgen. Wer nach knapp 25 Kilometern dagegen langsam genug Kilometer gesammelt hat, findet hier eine praktische Möglichkeit, die Strecke um ungefähr einen Kilometer zu verkürzen.


Mein schönerer Weg durch das Brenner Moor


Bei Kilometer 26,8 stand dann die nächste Entscheidung an. Der offizielle Stormarnweg führt an dieser Stelle weiter über Altfresenburg in Richtung Bad Oldesloe. Ich entschied mich jedoch ganz bewusst gegen diese Streckenführung und wählte stattdessen den Weg durch das Brenner Moor.

Und diese Entscheidung habe ich definitiv nicht bereut.


Statt über Altfresenburg führte mich mein Weg nun mitten hinein in die besondere Moorlandschaft. Ein echtes Highlight war dabei der Bohlenweg durch das Brenner Moor. Nach den vielen Kilometern über Feld-, Wald- und Wirtschaftswege war dieser Abschnitt noch einmal etwas völlig anderes.


Der Bohlenweg führt unmittelbar durch die empfindliche Moorlandschaft und ermöglicht es, diesen besonderen Naturraum aus nächster Nähe zu erleben. Genau solche Wege sind für mich das Salz in der Suppe einer Wanderung: Man läuft nicht einfach nur von A nach B, sondern bekommt noch einmal einen ganz besonderen Eindruck von der Landschaft.


Und an dieser Stelle muss ich tatsächlich sagen: Ich kann nicht ganz verstehen, warum der offizielle Stormarnweg nicht durch das Brenner Moor geführt wird. Natürlich mag es Gründe für die Streckenführung über Altfresenburg geben, aber rein aus meiner persönlichen Sicht als Wanderer ist die Variante durch das Moor eindeutig die attraktivere Strecke.


Für mich war der Weg durch das Brenner Moor und über den Bohlenweg die deutlich schönere Möglichkeit, sich Bad Oldesloe zu nähern. Gerade nach mehr als 26 Kilometern bekam die Wanderung dadurch noch einmal einen richtigen landschaftlichen Höhepunkt.


Statt die letzten Kilometer nur noch irgendwie bis zum Ziel abzuspulen, konnte ich die besondere Natur noch einmal ganz bewusst genießen. Moorlandschaft, viel Grün, Wasser und der Bohlenweg sorgten dafür, dass die Etappe für mich einen richtig schönen Abschluss bekam.


Wer diese Etappe selbst wandern möchte, dem würde ich deshalb empfehlen, sich bei Kilometer 26,8 zumindest zu überlegen, ebenfalls die Variante durch das Brenner Moor zu wählen. Für mich persönlich war das ganz klar die schönere Strecke nach Bad Oldesloe. Und dann war es tatsächlich geschafft: Bad Oldesloe war erreicht!


Nach einer wirklich langen Tageswanderung endete damit meine vierte Etappe auf dem Stormarnweg. Eine ordentliche Strecke, die man am Ende natürlich auch in den Beinen merkt. Aber genau dieses Gefühl gehört nach einer langen Wanderung irgendwie dazu: müde Beine, viele Kilometer auf der Uhr und die Gewissheit, wieder ein großes Stück des Weges geschafft zu haben.


Mein Fazit


Die vierte Etappe des Stormarnwegs hat mir deutlich besser gefallen als der vorherige Abschnitt von Ahrensburg nach Bargteheide. Vor allem die Mischung aus weiter Landschaft, Feldern, Wäldern, Teichen, kleinen Ortschaften und historischen Orten macht die Strecke abwechslungsreich.


Auch die unerwartete Wegsperrung bei Kilometer 14,2 war kein wirkliches Problem. Der kleine Umweg um die Teiche ließ sich gut bewältigen – und dank der vielen Frösche gab es dort sogar noch eine kleine tierische Zugabe.


Ein kleiner Minuspunkt sind allerdings die kaum vorhandenen Sitz- und Rastmöglichkeiten. Bei einer solch langen Etappe wären ein paar zusätzliche Bänke entlang des Stormarnwegs sicherlich nicht verkehrt. Umso willkommener war für uns die Rastmöglichkeit an der Alten Bahnstraße bei Kilometer 15,8.


Bei Kilometer 24,6 habe ich dann ein wenig abgekürzt. Statt der offiziellen Streckenführung um das Kloster Nütschau zu folgen, nahm ich die kürzere Variante und sparte dadurch rund einen Kilometer. Nach fast 25 bereits zurückgelegten Kilometern darf man sich so eine kleine Abkürzung schließlich auch einmal gönnen.


Meine beste Entscheidung des Tages fiel allerdings bei Kilometer 26,8: Statt dem offiziellen Stormarnweg über Altfresenburg zu folgen, entschied ich mich für die Variante durch das Brenner Moor mit seinem Bohlenweg. Für mich war das landschaftlich eindeutig die schönere Strecke und gleichzeitig ein wunderbarer Abschluss dieser langen Etappe.


Warum der Stormarnweg nicht regulär durch das Brenner Moor geführt wird, kann ich persönlich nicht ganz nachvollziehen. Für mich gehört dieser wunderschöne Abschnitt eigentlich unbedingt zu einer Wanderung nach Bad Oldesloe dazu.


Trotzdem sollte man die Länge dieser Etappe nicht unterschätzen. Viele Kilometer bleiben viele Kilometer – und irgendwann wissen die eigenen Füße ziemlich genau, was sie von dieser Idee halten.


Aber am Ende überwiegt natürlich wieder das gute Gefühl: Etappe vier ist geschafft!


Damit bin ich auf meinem Weg durch Stormarn wieder ein ordentliches Stück weitergekommen.


Und wie heißt es so schön: Nach der Wanderung ist vor der Wanderung. 


Praktische Informationen zur Wanderung:


Anfahrt

Der Startpunkt dieser Wanderung liegt direkt am Bahnhof Bargteheide und ist damit bequem mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Von Hamburg aus bestehen gute Verbindungen mit der Regionalbahn nach Bargteheide.


Das Ziel der Wanderung befindet sich auf dem Marktplatz in Bad Oldesloe. Von dort sind es zu Fuß noch etwa 20 Minuten bis zum Bahnhof Bad Oldesloe. Auch von hier bestehen regelmäßige Regionalbahnverbindungen zurück nach Hamburg. Damit lässt sich die Wanderung sehr gut als Streckentour mit An- und Abreise per Bahn unternehmen.


Toiletten

Entlang der eigentlichen Wanderstrecke gibt es keine öffentlichen Toiletten. Das sollte man bei der Planung der Tour entsprechend berücksichtigen und nach Möglichkeit bereits vor dem Start am Bahnhof Bargteheide eine Gelegenheit nutzen.


Sitz- und Rastmöglichkeiten

Die Sitz- und Rastmöglichkeiten entlang der Strecke sind eher begrenzt. Zu Beginn der Wanderung gibt es noch einige Bänke. Kurz vor Grabau und im weiteren Verlauf werden die Sitzmöglichkeiten jedoch deutlich weniger und es finden sich nur vereinzelt Bänke am Wegesrand.


Wer unterwegs eine längere Pause einlegen möchte, sollte daher eine geeignete Gelegenheit besser nutzen, wenn sie sich bietet.


Einkehrmöglichkeiten

Direkt entlang der eigentlichen Wanderstrecke sind mir keine Einkehrmöglichkeiten aufgefallen. Für die Tour empfiehlt es sich deshalb, ausreichend Getränke und etwas Verpflegung für unterwegs mitzunehmen.


Am Ziel sieht es dafür deutlich besser aus: Rund um den Marktplatz in Bad Oldesloe gibt es verschiedene Restaurants, Cafés und Eisdielen. Hier bietet sich nach der Wanderung eine schöne Gelegenheit für eine gemütliche Einkehr, bevor es anschließend zum Bahnhof geht.


Komoot

Die Tour ist auch auf Komoot verfügbar und eignet sich hervorragend zur Navigation unterwegs. Gerade an Stellen, an denen der weitere Streckenverlauf nicht sofort eindeutig zu erkennen ist oder eine kleine Umleitung notwendig wird, ist die Navigation über die App eine hilfreiche Ergänzung.

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Stormarnweg – Etappe 1: Von Reinbek nach Großensee Am Sonntag, den 19. April 2026, fiel für mich der Startschuss zu einem neuen Wanderprojekt: dem Stormarnweg. In den kommenden Wochen und Monaten möchte ich die gesamte Strecke von Reinbek bis Lübeck erwandern und die abwechslungsreiche Landschaft Stormarns Schritt für Schritt entdecken. Die erste Etappe begann am Bahnhof in Reinbek. Bereits nach wenigen Minuten führte mich der Weg vorbei am imposanten Reinbeker Schloss, dessen historische Kulisse einen gelungenen Auftakt für die bevorstehende Wanderung bildete. Schon kurz darauf tauchte ich in das idyllische Billetal ein – eine der landschaftlich reizvollsten Regionen entlang dieser Etappe. Der Weg durch das Billetal begeisterte von Beginn an mit seiner natürlichen Schönheit. Zahlreiche Bänke und Rastplätze luden dazu ein, die Ruhe der Umgebung auf sich wirken zu lassen und für einen Moment innezuhalten. Entlang des Weges informieren mehrere Schautafeln über die heimische Tier- und Pflanzenwelt und vermitteln interessante Einblicke in die Besonderheiten dieses wertvollen Naturraums. Besonders angenehm war, dass die Strecke größtenteils abseits von Straßen verläuft. So konnte ich die Wanderung in wohltuender Ruhe genießen. Oft führte der Stormarnweg über weiche Wald- und Naturpfade, die das Gehen besonders angenehm machten. Begleitet vom fröhlichen Zwitschern der Vögel, dem sanften Rauschen des Windes in den Bäumen und dem frischen Grün des jungen Frühlingslaubs entstand eine entspannte und erholsame Atmosphäre. Die abwechslungsreiche Landschaft aus Waldstücken, offenen Wiesen und naturnahen Wegen machte diese erste Etappe zu einem gelungenen Auftakt meines Wanderabenteuers auf dem Stormarnweg. Nach einigen abwechslungsreichen Kilometern erreichte ich schließlich mein Tagesziel in Großensee. Dort durfte natürlich die wohlverdiente Belohnung nicht fehlen: Bei einem leckeren Stück Kuchen ließ ich die Eindrücke des Tages noch einmal Revue passieren und konnte die erste Etappe entspannt ausklingen lassen. Mein Fazit: Die erste Etappe des Stormarnwegs überzeugt mit viel Natur, ruhigen Wegen und einer angenehmen Wegführung. Ein gelungener Einstieg, der die Vorfreude auf die kommenden Etappen noch einmal deutlich gesteigert hat. Praktische Informationen zur Wanderung Anfahrt: Die Wanderung beginnt am Bahnhof in Reinbek und endet in Großensee an der Bushaltestelle Hamburger Straße. Von dort besteht stündlich eine Busverbindung zum Bahnhof Rahlstedt, sodass auch die Rückfahrt unkompliziert möglich ist. Toiletten: Entlang der Strecke gibt es keine öffentlichen Toiletten. Sitzmöglichkeiten: Bis Witzhave laden zahlreiche Bänke und auch natürliche Sitzgelegenheiten wie Baumstämme immer wieder zu kleinen Pausen ein. Hinter Witzhave werden die Rastmöglichkeiten allerdings deutlich seltener. Einkehrmöglichkeiten: In Aumühle gibt es rund um den Mühlenteich mehrere Restaurants, die sich für eine erste Einkehr anbieten. Danach findet sich erst wieder in Großensee eine Gelegenheit zur Stärkung. Direkt an der Bushaltestelle befindet sich unter anderem die Bäckerei Braaker Mühle. Länge: Die Etappe umfasst insgesamt 21,3 Kilometer. Markierung: Der Weg ist durchgehend sehr gut ausgeschildert und gepflegt, sodass die Orientierung leichtfällt. Komoot: Die Tour ist auch auf Komoot verfügbar und eignet sich hervorragend zur Navigation unterwegs.
von Heiko Lüdke 10. April 2026
Nordpfad Kirchsteg – Moore – Bäche Am Freitag, den 10. April, startete meine Tour am Hamburger Hauptbahnhof. Mit dem Metronom ging es direkt bis zum Bahnhof Scheeßel, dem Ausgangspunkt für den Nordpfad „Kirchsteg – Moore – Bäche“. Schon nach den ersten Kilometern war ich begeistert: Die Strecke bietet eine beeindruckende Vielfalt aus abwechslungsreicher Landschaft, stillen Moorgebieten und idyllischen kleinen Bächen. Ein besonderes Highlight ist der jahrhundertealte Kirchstieg, der früher als Verbindungsweg zur Kirche diente und heute ein faszinierendes Stück Natur mit Geschichte darstellt. Die Vielfalt entlang des Weges war stellenweise sogar atemberaubend. Auch wenn sich einige Abschnitte gefühlt endlos hinzogen, lag genau darin ein besonderer Reiz – die Ruhe und Weite der Natur konnten so intensiv erlebt werden. Nach insgesamt 22 Kilometern erreichte ich schließlich wieder den Bahnhof Scheeßel – etwas erschöpft, aber vor allem zufrieden und mit vielen schönen Eindrücken im Gepäck. Weitere Informationen zu den Nordpfaden findet ihr auf der offiziellen Homepage . Fazit: Eine sehr schöne und vielseitige Wanderung, die Natur, Wissen und Erholung auf gelungene Weise miteinander verbindet. Absolut empfehlenswert! Praktische Informationen zur Wanderung Anfahrt: Die Wanderung startet und endet direkt am Bahnhof Scheeßel und ist bequem mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Toiletten: Entlang der Strecke befinden sich keine Toiletten. Sitzmöglichkeiten: Es gibt zahlreiche Bänke und Sitzgelegenheiten entlang der Strecke, die immer wieder zu Pausen einladen. Einkehrmöglichkeiten: Im Sommer besteht bei Kilometer 20,2 die Möglichkeit für eine Pause beim Bassens Bauernladen – dort gibt es Eis und kalte Getränke. Länge: 22,1 km Markierung: Die Strecke ist durchgehend sehr gut markiert und gepflegt. Zusätzlich sorgen Infotafeln entlang des Weges für Orientierung und interessante Hintergrundinformationen. Komoot: Die Tour ist auch auf Komoot verfügbar und eignet sich hervorragend zur Navigation.
von Heiko Lüdke 9. April 2026
Rund um den Owschlager See und durch das Moor Meine Wanderung am Donnerstag, den 9. April 2026, startete direkt am Bahnhof Owschlag. Von dort aus machte ich mich auf eine abwechslungsreiche Tour rund um den Owschlager See und durch das angrenzende Moorgebiet. Schon kurz hinter dem Bahnhof war ich mitten im Grünen. Auf gut ausgebauten Wanderwegen führte mich der Weg vorbei an idyllischen Wiesen, weiten Feldern und immer wieder schönen Ausblicken auf die ruhige, vielfältige Landschaft rund um den See. Ein besonderes Highlight meiner Tour war das Owschlager Moor. Dabei handelt es sich um ein Hochmoor, das von zahlreichen ehemaligen Torfstichen geprägt ist. Hochmoore – auch Regenmoore genannt – sind auf viel Licht und Wasser angewiesen und reagieren besonders empfindlich auf Eingriffe wie die landwirtschaftliche Entwässerung. Um diesen wertvollen Lebensraum zu schützen, hat die Gemeinde Owschlag verschiedene Maßnahmen ergriffen, damit die Flächen wieder mehr Feuchtigkeit speichern können. So können sich typische Moorpflanzen, insbesondere Moose, sowie wasserliebende Lebensräume wieder besser ausbreiten. Entlang des Weges fand ich immer wieder informative Tafeln, die spannende Einblicke in dieses besondere Ökosystem gaben und die heimische Flora und Fauna anschaulich erklärten. Im weiteren Verlauf führte mich die Wanderung zu den Sorgwohlder Binnendünen mit ihrer charakteristischen Heidelandschaft. Dieser Abschnitt hatte einen ganz eigenen landschaftlichen Reiz und machte die Tour für mich besonders abwechslungsreich und entspannend. Fazit: Ich habe eine sehr schöne und vielseitige Wanderung erlebt, die Natur, Wissen und Erholung auf gelungene Weise miteinander verbindet. Praktische Informationen zur Wanderung Anfahrt: Die Wanderung startet und endet bequem am Bahnhof Owschlag, der gut erreichbar ist. Toiletten: Toiletten befinden sich ausschließlich am Owschlager See. Sitzmöglichkeiten: Entlang der gesamten Strecke stehen zahlreiche Bänke und Sitzgelegenheiten zur Verfügung, die immer wieder zu einer kurzen Pause einladen. Einkehrmöglichkeiten: Direkt am Bahnhof befindet sich die Bäckerei Wollborn. Sie hat aktuell sieben Tage die Woche geöffnet – am Wochenende empfiehlt es sich, die genauen Öffnungszeiten zu beachten. Hier gibt es leckeren Kaffee und besonders empfehlenswerte, hausgemachte Torten. Kilometer: 15 km Markierung: Die Strecke ist durchgehend gut markiert und sehr gepflegt, sodass die Orientierung jederzeit problemlos möglich ist. Zusätzlich befinden sich entlang des Weges immer wieder Infotafeln, die einen guten Überblick darüber geben, wo man sich gerade befindet. Komoot: Die Tour ist auch auf Komoot verfügbar und kann dort bequem zur Navigation genutzt werden.