Zwischen Wanderschuhen, Fahrradsattel und Nordseeluft – meine Tour zur Hamburger Hallig

Am Donnerstag, den 27. August 2026, stand für mich eine etwas andere Tour auf dem Programm. Diesmal ging es nicht ausschließlich zu Fuß durch die Landschaft, sondern ich kombinierte Bahnfahrt, Wandern und Fahrradfahren miteinander. Mein Ziel war die Hamburger Hallig an der nordfriesischen Nordseeküste.
Los ging es am Morgen am Bahnhof Hamburg-Altona. Von dort fuhr ich mit der Bahn Richtung Norden bis nach Bredstedt. Während der Zugfahrt konnte ich mich noch ganz entspannt zurücklehnen und mich auf einen abwechslungsreichen Tag an der Nordsee einstimmen.
Von Bredstedt zu Fuß bis an den Deich
In Bredstedt angekommen, hieß es für mich zunächst: Rucksack auf und loswandern. Von hier führte mich meine Strecke zu Fuß hinaus aus dem Ort und immer weiter in Richtung Nordseeküste. Je weiter ich kam, desto offener wurde die Landschaft. Häuser und Straßen blieben nach und nach zurück und die für Nordfriesland typische weite und flache Landschaft bestimmte zunehmend das Bild.
Nach knapp acht Kilometern zu Fuß erreichte ich schließlich den Deich am Amsinck-Haus. Damit war der erste Teil meiner heutigen Tour geschafft – aber mein eigentliches Ziel, die Hamburger Hallig, lag noch vor mir.
Für 2 Euro ging es auf zwei Rädern weiter
Am Amsinck-Haus wartete nun der nächste Teil meiner Tour. Hier konnte ich mir für gerade einmal 2 Euro ein Fahrrad ausleihen.
Also hieß es: Wanderschuhe kurz entlasten, rauf auf den Sattel und weiter! Mit dem Fahrrad machte ich mich auf den Weg zur Hamburger Hallig. Rund vier Kilometer waren es vom Amsinck-Haus bis hinaus zur Hallig. Eine Strecke, die sich wunderbar mit dem Fahrrad zurücklegen ließ.
Dabei wurde die Landschaft immer beeindruckender. Salzwiesen, Watt, Nordsee und ein scheinbar endloser Himmel bestimmten nun das Bild. Gerade diese Weite ist es, die für mich den besonderen Reiz dieser Gegend ausmacht.
Natur pur zwischen Salzwiesen, Watt und Nordsee
Auf dem Weg zur Hamburger Hallig konnte ich die typische Natur der nordfriesischen Küste wunderbar genießen. Die weiten Salzwiesen erstreckten sich links und rechts des Weges und der Blick konnte teilweise gefühlt bis zum Horizont reichen. Dazu kamen natürlich der Wind und die frische Nordseeluft. Genau diese Mischung gehört für mich zu einem richtigen Tag an der Küste einfach dazu. Auch die Vogelwelt ist hier allgegenwärtig. Es lohnt sich, nicht nur auf den Weg vor sich zu schauen, sondern zwischendurch den Blick über die Salzwiesen und das Watt schweifen zu lassen.
Besonders faszinierend finde ich das Zusammenspiel von Land und Wasser. Durch Ebbe und Flut verändert sich das Landschaftsbild ständig. Mal gibt die Nordsee große Wattflächen frei, später kehrt das Wasser zurück.
Für mich liegt genau darin der Reiz der Hamburger Hallig: Ruhe, Weite, Wind und ganz viel Natur.
Angekommen – und jetzt erst einmal etwas essen!
Nach den rund vier Kilometern mit dem Fahrrad erreichte ich schließlich die Hamburger Hallig.
Und bevor ich dort noch lange über Salzwiesen, Watt und schöne Aussichten nachdenken konnte, gab es erst einmal eine viel wichtigere Aufgabe:
Essen! Nach knapp acht Kilometern Wandern und weiteren vier Kilometern auf dem Fahrrad hatte ich mir die Einkehr schließlich verdient.
Auf den Teller kam passend zum Ziel „Der Hallig-Klassiker“: saftige Lammfrikadellen mit geschmolzenen Zwiebeln und Estragonsenf, dazu hausgemachtes Gewürzgurkenragout und Speck-Bratkartoffeln. Und was soll ich sagen? Es war richtig lecker!
So eine ordentliche Portion schmeckt nach Bewegung an der frischen Nordseeluft natürlich gleich noch einmal besser. Die gemütliche Einkehr war deshalb nicht nur eine willkommene Pause, sondern definitiv auch einer der kulinarischen Höhepunkte meiner Tour. Gut gestärkt konnte ich anschließend die besondere Atmosphäre der Hamburger Hallig noch einmal richtig genießen.
Zurück aufs Fahrrad und später wieder in die Wanderschuhe
Irgendwann musste ich mich natürlich wieder auf den Rückweg machen. Also ging es erneut auf den Fahrradsattel und die rund vier Kilometer zurück zum Amsinck-Haus. Dort gab ich mein Fahrrad wieder ab und wechselte erneut das Fortbewegungsmittel. Aus dem Radfahrer wurde wieder ein Wanderer und ich machte mich zu Fuß auf den weiteren Rückweg. Damit kamen am Ende des Tages insgesamt 24 Kilometer aus eigener Kraft zusammen: 16 Kilometer bin ich gewandert und 8 Kilometer mit dem Fahrrad gefahren. Eine schöne Mischung, die diese Tour deutlich abwechslungsreicher machte als eine reine Wanderung.
Komoot brauchte zwischendurch eine Pause
Nur technisch lief an diesem Tag nicht alles ganz nach Plan. Komoot hat sich zwischendurch leider verabschiedet, sodass meine Tour nicht vollständig aufgezeichnet wurde. Aber nur weil Komoot irgendwann keine Lust mehr hatte, bedeutete das natürlich nicht, dass ich ebenfalls Feierabend machen konnte.
Die tatsächliche Bilanz des Tages lautet deshalb: 24 Kilometer insgesamt – davon 16 Kilometer zu Fuß und 8 Kilometer mit dem Fahrrad.
Mein Fazit
Meine Tour zur Hamburger Hallig war für mich eine wunderbare Kombination aus Wandern, Fahrradfahren, Natur und natürlich einer richtig leckeren Einkehr.
Von Bredstedt wanderte ich zunächst knapp acht Kilometer bis zum Deich am Amsinck-Haus. Dort wechselte ich für gerade einmal 2 Euro vom Wanderschuh auf den Fahrradsattel und radelte die rund vier Kilometer hinaus zur Hamburger Hallig. Nach der leckeren Stärkung mit dem Hallig-Klassiker ging es später mit dem Fahrrad wieder zurück zum Amsinck-Haus und anschließend zu Fuß weiter.
Besonders in Erinnerung bleiben mir die unglaubliche Weite der Landschaft, die Salzwiesen, das Wattenmeer, die frische Nordseeluft und diese ganz besondere Ruhe, die man hier draußen erleben kann.
16 Kilometer Wandern, 8 Kilometer Fahrradfahren, insgesamt 24 Kilometer, ganz viel Nordseeluft und dazu ein richtig gutes Essen – für mich war das eine rundum gelungene Tour zur Hamburger Hallig. Und das Schöne daran: Für 2 Euro gab es heute nicht nur ein Fahrrad, sondern gleich noch eine kleine Portion Abenteuer dazu.





















