Stormarnweg – Etappe 5: Von Bad Oldesloe nach Reinfeld

Vom Hamburger Dauerregen ins beste Wanderwetter
Am heutigen Montag, den 31. August 2026, ging es für mich wieder auf den Stormarnweg. Mittlerweile stand bereits die fünfte Etappe auf meinem Programm. Diesmal führte mich meine Wanderung von Bad Oldesloe nach Reinfeld. Mit rund 12,4 Kilometern war es eine vergleichsweise kurze und entspannte Etappe.
Der Start in den Tag ließ allerdings zunächst nichts Gutes erwarten. Als ich morgens in Hamburg aufbrach, regnete es in Strömen. Ich hatte mich deshalb schon auf alles eingestellt und innerlich damit abgefunden, die Regenjacke wahrscheinlich den ganzen Tag tragen zu müssen. Aber eine geplante Wanderung wird natürlich nicht gleich wegen ein bisschen Regen abgesagt – wobei „ein bisschen“ an diesem Morgen in Hamburg schon ziemlich untertrieben gewesen wäre.
Doch manchmal lohnt es sich eben, einfach loszufahren und darauf zu hoffen, dass das Wetter am Ziel besser aussieht.
Und tatsächlich: Als ich in Bad Oldesloe ankam, zeigte sich das Wetter plötzlich von einer ganz anderen Seite. Vom Hamburger Dauerregen war nichts mehr zu sehen. Stattdessen erwartete mich bestes Wanderwetter. Die Regenjacke durfte also erst einmal im Rucksack verschwinden.
So kann es gerne sein: In Hamburg noch Weltuntergangsstimmung und in Bad Oldesloe plötzlich perfektes Wetter zum Wandern.
Start in Bad Oldesloe – zunächst etwas Orientierung gefragt
Bevor ich allerdings richtig loswandern konnte, musste ich mich zunächst ein wenig orientieren. Die Markierung des Stormarnwegs war am Start in Bad Oldesloe etwas verwirrend.
Gerade zu Beginn einer Etappe würde man sich natürlich eine eindeutige Wegweisung wünschen. Ich musste daher etwas genauer hinschauen, um herauszufinden, in welche Richtung der Stormarnweg tatsächlich weiterführt.
Nach kurzer Orientierung war der richtige Weg aber gefunden und dann konnte es endlich losgehen: Rucksack auf und weiter in Richtung Reinfeld! Schon bald ließ ich Bad Oldesloe hinter mir. Genau das gefällt mir an solchen Wanderungen besonders: Eben befindet man sich noch mitten in einer Stadt und kurze Zeit später wird es immer ruhiger und grüner. Der Straßenverkehr verschwindet langsam und die Natur übernimmt wieder die Hauptrolle.
Viel Grün und eine angenehm ruhige Landschaft
Der Stormarnweg führte mich hinaus in die typische Landschaft des Kreises Stormarn. Hier sind es nicht unbedingt die großen und spektakulären Aussichtspunkte, die eine Wanderung ausmachen. Vielmehr sind es die vielen kleinen Eindrücke am Wegesrand.
Unterwegs zeigte sich einmal mehr, dass man gar nicht weit von Hamburg entfernt sein muss, um Ruhe und Natur genießen zu können.
Die Landschaft präsentierte sich angenehm grün und die verschiedenen Abschnitte sorgten dafür, dass die gut zwölf Kilometer nicht langweilig wurden. Nach dem kräftigen Regen am Morgen wirkte die Natur teilweise sogar noch ein wenig frischer.
Ich konnte die Wanderung heute ganz bewusst etwas gemütlicher angehen. Kein Zeitdruck, keine besonders lange Tagesetappe und auch keine größeren Herausforderungen warteten auf mich.
Stattdessen hieß es einfach: laufen, schauen und genießen.
Gerade Ende August zeigt sich die Natur bereits ein wenig im Übergang. Der Hochsommer verabschiedet sich langsam und an einigen Stellen lassen sich schon erste Anzeichen des kommenden Herbstes entdecken. Gleichzeitig ist noch reichlich Grün vorhanden.
Für mich ist das eine schöne Jahreszeit zum Wandern.
Der Weg ist das eigentliche Ziel
Diese fünfte Etappe des Stormarnwegs gehört für mich zu den Wanderungen, bei denen nicht unbedingt eine einzelne große Sehenswürdigkeit im Mittelpunkt steht.
Vielmehr ist es die Strecke selbst, die den Wandertag ausmacht. Und auch solche Touren mag ich. Nicht jede Wanderung braucht ein Schloss, einen Aussichtsturm oder ein spektakuläres Naturdenkmal. Manchmal reicht es vollkommen aus, auf ruhigen Wegen unterwegs zu sein, die Umgebung zu beobachten und einfach einige Stunden draußen zu verbringen. Genau dafür eignet sich eine Strecke wie diese sehr gut.
Mit ihren rund 12,4 Kilometern ist die Etappe außerdem eine schöne Möglichkeit für alle, die keine besonders lange Tagestour unternehmen möchten. Die Strecke lässt sich angenehm wandern und bietet trotzdem genügend Kilometer, um am Ende das Gefühl zu haben, einen richtigen Wandertag erlebt zu haben.
Und nach meinem Start am Morgen im Hamburger Dauerregen war ich natürlich besonders froh darüber, dass sich meine Befürchtung, den ganzen Tag in Regenkleidung unterwegs sein zu müssen, nicht bewahrheitet hatte.
Reinfeld kommt näher
Nach und nach näherte ich mich schließlich meinem heutigen Ziel Reinfeld. Wie so oft ist es ein schönes Gefühl, wenn nach einigen Stunden zu Fuß langsam das Ziel einer Etappe näher rückt. Wieder lag ein weiterer Abschnitt des Stormarnwegs hinter mir.
Genau das macht für mich den besonderen Reiz solcher Etappenwanderungen aus. Aus vielen einzelnen Kilometern und unterschiedlichen Tageswanderungen entsteht nach und nach ein kompletter Wanderweg. Dabei hat jede Etappe ihren eigenen Charakter.
Manche Abschnitte begeistern mit besonders schöner Natur, andere mit Sehenswürdigkeiten oder außergewöhnlichen Erlebnissen. Wieder andere sind einfach angenehm zu laufen und bieten die Möglichkeit, für einige Stunden den Alltag hinter sich zu lassen. Am Ende gehören sie alle zusammen und ergeben das Gesamtbild des Stormarnwegs.
Mein Fazit zur fünften Etappe
Die heutige Wanderung von Bad Oldesloe nach Reinfeld war mit ihren rund 12,4 Kilometern eine angenehm überschaubare Etappe auf dem Stormarnweg.
Der Tag begann für mich zunächst alles andere als vielversprechend. In Hamburg regnete es beim Start in Strömen, sodass ich mich bereits auf einen ziemlich nassen Wandertag eingestellt hatte. Umso schöner war die Überraschung bei meiner Ankunft in Bad Oldesloe: bestes Wanderwetter statt Dauerregen.
Lediglich die etwas verwirrende Markierung am Start in Bad Oldesloe sorgte zunächst für ein wenig Orientierungssuche. Danach konnte ich die Wanderung jedoch entspannt genießen.
Es war heute keine Tour der großen spektakulären Höhepunkte, sondern vielmehr eine angenehme Wanderung durch die Landschaft Stormarns, bei der das Unterwegssein im Mittelpunkt stand.
Keine große Herausforderung, keine Rekordtour – sondern einfach ein schöner Wandertag.
Und manchmal braucht es eben gar nicht mehr. Mit meiner Ankunft in Reinfeld ist nun auch die fünfte Etappe des Stormarnwegs geschafft und wieder ein weiteres Stück dieses Wanderweges liegt hinter mir.
Für mich heißt es damit: Etappe 5 geschafft – und der Stormarnweg geht weiter.
Denn wie immer gilt: #immerinbewegungbleiben
Praktische Informationen zur Wanderung:
Anfahrt
Der Startpunkt dieser Wanderung befindet sich direkt am Bahnhof Bad Oldesloe und ist damit sehr bequem mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Von Hamburg aus bestehen regelmäßige und gute Regionalbahnverbindungen nach Bad Oldesloe, sodass sich die Tour problemlos ohne Auto unternehmen lässt.
Auch das Ziel der Wanderung ist für die Rückfahrt ideal gelegen. Die Tour endet in Reinfeld, von wo aus es nur noch ein kurzer Weg bis zum Bahnhof Reinfeld ist. Von dort bestehen ebenfalls regelmäßige Regionalbahnverbindungen zurück in Richtung Hamburg. Damit eignet sich diese Etappe hervorragend als Streckenwanderung mit An- und Abreise per Bahn.
Toiletten
Direkt entlang der eigentlichen Wanderstrecke gibt es keine öffentlichen Toiletten. Das sollte man bei der Planung der Wanderung entsprechend berücksichtigen. Eine Möglichkeit gibt es jedoch bereits kurz nach dem Start: Nach etwa 474 Metern befinden sich in Bad Oldesloe öffentliche Toiletten. Wer diese nutzen möchte, sollte die Gelegenheit wahrnehmen, da mir im weiteren Verlauf der Wanderung keine weiteren öffentlichen Toiletten aufgefallen sind.
Sitz- und Rastmöglichkeiten
Bei den Rastmöglichkeiten sieht es auf dieser Etappe erfreulicherweise etwas besser aus. Unterwegs gibt es immer wieder Bänke und andere Sitzmöglichkeiten, sodass sich zwischendurch problemlos eine kleine Pause einlegen lässt. Gerade bei schönem Wetter bieten sich einige der Plätze wunderbar an, um kurz die Beine auszustrecken, etwas zu trinken und die Umgebung zu genießen.
Einkehrmöglichkeiten
Direkt entlang des größten Teils der Wanderstrecke sind mir keine Einkehrmöglichkeiten aufgefallen. Wer unterwegs etwas essen oder trinken möchte, sollte daher ausreichend Proviant und Getränke im Rucksack dabeihaben. Eine schöne Einkehrmöglichkeit wartet allerdings kurz vor dem Ende der Wanderung in Reinfeld. Direkt an der Strecke und am Herrenteich liegt bei Kilometer 11,6 das Café Mocca. Für mich war das der perfekte Abschluss der Wanderung: Bei einem Kaffee und einem leckeren Apfelstrudel konnte ich noch einmal gemütlich sitzen und die Tour Revue passieren lassen, bevor ich anschließend die letzten Meter zum Bahnhof Reinfeld zurücklegte.
Komoot
Die Tour ist selbstverständlich auch auf Komoot verfügbar und eignet sich damit hervorragend für die Navigation unterwegs. Gerade an Stellen, an denen die Markierung oder der weitere Verlauf des Wanderweges nicht sofort eindeutig zu erkennen ist, ist die Navigation über die App eine hilfreiche Ergänzung. So lässt sich jederzeit überprüfen, ob man noch auf der geplanten Strecke unterwegs ist. Trotz vorhandener Wegmarkierungen empfehle ich daher, die Komoot-Tour unterwegs griffbereit zu haben – sicher ist sicher.





















